Beim THW Neckargemünd tauschten sich Jürgen Kretz, MdB und Hermino Katzenstein, MdL mit Ehrenamtlichen zu den Herausforderungen durch Extremwetterereignisse aus.
Jürgen Kretz ist Mitglied des Umweltausschusses und dort für das Thema Gewässerschutz zuständig, zudem ist er selbst ehrenamtlich beim THW.
Zu den Teilnehmenden gehörten unter anderem Bürgermeister Jan Peter Seidel, Dirk Weinmann von der Freiwilligen Feuerwehr Neckargemünd sowie Rene Hess und Thomas Ruf vom THW. Dirk Weinmann berichtete über die neu erstellte Starkregenkarte für Neckargemünd, die dazu beiträgt, Probleme und Gefahren sichtbar zu machen. Bürgermeister Seidel betonte die Notwendigkeit von Renaturierungsmaßnahmen: "Wir können nicht alles verhindern. Finanzen und Zeit sind beschränkende Ressourcen, aber Renaturierung ist wichtig." Rene Hess wies auf die Dringlichkeit hin, im Katastrophenschutz das Ehrenamt stärker zu unterstützen und die Digitalisierung voranzutreiben. Kretz wies auf die Positionen der grünen Bundestagsfraktion zu Hochwasser- und Extremereignissen hin und betonte die Wichtigkeit von Wertschätzung und Unterstützung für die Ehrenamtlichen.
Davor hatten Kretz und Katzenstein zu einem Spaziergang auf dem Neckargemünder Hochwasserpfad mit einer Führung durch Armin Fenner eingeladen. Der Schwerpunkt der Gespräche lag auch hier auf dem natürlichen Hochwasserschutz.
Während des Spaziergangs erläuterten Kretz und Katzenstein die Bedeutung von Renaturierungsmaßnahmen und der Schaffung von Rückhalteräumen, um die Auswirkungen von Hochwasserereignissen zu minimieren. "Natürlicher Hochwasserschutz ist entscheidend, um unsere Gemeinden nachhaltig zu schützen", betonte Katzenstein. Kretz wies auf das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz hin, durch das die Bundesregierung mit insgesamt 3,5 Mrd. Euro Renaturierungsprojekte finanziert.
Genau zwei Tage nach dem Gespräch war Neckargemünd erneut von Hochwasser betroffen. Dies unterstrich die Dringlichkeit der erörterten Maßnahmen und die Notwendigkeit eines effektiven Katastrophenschutzes im Kontext des Klimawandels.
Weitere Informationen entnehmen Sie der Rhein-Neckar-Zeitung vom 28.11.2024.